ინტერნეტის გამოყენება ინტერკულტურული მხარეთმცოდნეობის სწავლებისათვის გერმანულის როგორც უცხო ენის გაკვეთილზე

ავტორი


თინათინ მებურიშვილი

კატეგორია

ინტერნეტი და უცხო ენა
სტატიის გადმოწერა

Internet im interkulturellen landeskundlichen DaF-Unterricht

Tinatin Meburishvili
Staatliche Akaki Tsereteli Universität Kutaisi, Georgien
tiniko76@yahoo.de

Anotation: Der Beitrag thematisiert die Bedeutung und die Rolle des Internets im DaF-Unterricht, nämlich im Landeskundeunterricht. Das Ziel unseres Vortrags ist die Rolle der interkulturellen Landeskunde im fremdsprachlichen Deutschunterricht zu bestimmen und auf die Faktoren einzugehen, die bei der Auswahl landeskundlicher Themen entscheidend sind. Dabei werden wir auch die Lernziele behandeln, die für den fremdsprachlichen lernerzentrierten Landeskundenunterricht relevant sind.

Schlagwörter: die Landeskunde, der Landeskundeunterricht, das Internet, der interkulturelle DaF-Unterricht, Lernziele, Lehrziele

I. Einleitung

Es ist allgemein bekannt, das Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist nicht nur sprachliche Strukturen zu lehren, sondern auch Kenntnisse über das entsprechende Land und Kultur zu vermitteln. Deswegen ist die Bedeutung der Landeskunde als Teildisziplin der Fremdsprachendidaktik höchst wichtig. Es gibt verschiedene Bezeichnungen für die Disziplin Landeskunde: Kulturkunde, Kulturanthropologie, Kulturstudien, Landesstudien, interkulturelle Studien, Landes- oder Kulturwissenschaft.
Der Begriff ,,Landeskunde” ist umfangreich und umfasst ganz unterschiedliche Lebensbereiche: Kultur, Geschichte, Geographie, Politik, Wissen um Alltagssituationen, d.h. ,,alles, was man braucht, um sich in einem fremden Land weniger fremd zu fühlen“, – nach der Formulierung eines Seminarteilnehmers aus Indien [1]. Bei Landeskunde geht es nicht nur um faktisches Wissen der Zielkultur, wie z.B die Zahl der Einwohner, sondern auch um Wertvorstellungen, Glauben, um Einstellungen.
Es wurde und wird versucht, Landeskunde im Fremdsprachenunterricht mit verschiedenen Ansätzen zu vemitteln. Der kognitive/faktische Ansatz versuchte Sachkenntnisse über Geographie, Staat, Geschichte und Politik, Kultur, Gesellschaft usw. zu vermitteln. Faktische Landeskunde nimmt eine untergeordnete Rolle im Fremdsprachenunterricht ein und ist nicht in den Sprachunterricht integriert. Dieser Ansatz vermittelt Sachkenntnisse, bietet Möglichkeiten zur Darstellung und Schilderung von Tatsachen, aber kaum Anlässe zu Gesprächen und Diskussionen.
Für die interkulturelle Kommunikation ist es äußerst wichtig die Berücksichtigung kultureller Faktoren. Gegenseitiges Verstehen wird nicht automatisch durch einfache Gegenüberstellung der Konzept- und Zeichensysteme erreicht.
Bei interkultureller Vermittlung handelt es sich sowohl um das Vermitteln von Wissen über eine fremde Kultur, als auch um grundlegende Konzepte, Denkweisen und Lern- und Arbeitsmethoden. Um die Gefahr zu vermeiden – Wissen über fremde kulturen zu einer klischeehaften Wahrheit oder zu Stereotypen zu geraten – muss man in der interkulturellen Sprachdidaktik Lerner für Fremdheit sensibilisieren. Dieses Verfahren geschieht einerseits durch das tiefe Verständnis der fremden Kultur und Sprache, andererseits durch neue Einblicke in die eigene. Dieser Vorgang, der nach Roche als Reflexion (Rückbetrachtung) bezeichnet wird, ist für die interkulturelle Kommunikation unabdingbar. [2]

II. Internet im fremdsprachlichen Landeskundeunterricht. Lern-und Lehrziele

Für den modernen fremdsprachlichen Landeskundeunterricht bietet Internet vielfältige Materialien zu unterschiedlichen Themen an. Der Interneteinsatz ermöglicht einen aktuellen, handlungsorientierten, kommunikativen, projektorientierten, interkulturellen Unterricht, in dem Sprachenlernen in einen Lernprozess eingebettet ist, in dem Kommunikations- und Informationstechnologien sinnvoll eingesetzt werden. Das Recherchieren im Internet kann als zusätzliches Mittel zur Förderung von unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten gewinnbringend anwenden.
M. Biechele und A. Padros unterscheiden im Hinblick auf den Fremdsprachenunterricht drei zentrale Funktionen, die das Internet erfüllen kann:
1. Man kann es benutzen, um aktuelle Informationen zu finden. Das Internet ist also ein Informationsmedium.
2. Eigene Materialien kann man im Internet veröffentlichen. Das macht das Internet zum Publikationsmedium.
3. Das Internet hilft mit den Menschen in aller Welt schnell in Kontakt zu treten, was es zum Kommunikationsmedium macht. [3]
Internet im Unterricht, das heißt:
• Die Lernenden sind zeitlich und örtlich unabhängig, sie können also jederzeit zu Hause oder in einem anderen Raum an den Aufgaben weiterarbeiten. Die Lehrbücher bieten den Lernenden natürlich Kommunikationsanlässe, aber diese Kommunikation wird simuliert, weil im Unterrichtsraum der reale deutschsprachige Kommunikationspartner fehlt.
• Computer- bzw. Interneteinsatz im Unterricht bietet eine Vielfalt von Übungen an.
• Das Internet soll nicht das Lehrbuch oder den Lehrer ersetzen, es kann aber den Unterricht bereichern. Der regelmäßige Interneteinsatz im Unterricht kann [...] zum Erreichen des Ziels des Kompetenzerwerbs im Unterricht ein wichtiges Hilfsmittel sein. Wichtig ist dabei, dass der Lehrer diese Arbeit gut plant und organisiert und vor allem in den Unterrichtskontext sinnvoll einbettet. Die Kinder sollen schließlich nicht sinnlos im Internet “herumklicken”. [4]
• Zu den Erwartungen, die mit (didaktisierten) Internetmaterialien verbunden sind, gehört auch die Hoffnung auf ein wirksames Lernen durch größere Unabhängigkeit vom Lehrer und mehr Lernerautonomie. [5]
• Selbststeuerungs- und Kontrollmöglichkeiten sowie ein gezieltes Feedback überlassen den Lernenden mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen und den eigenen Lernweg. [5]
Zeuner nennt Mäglichkeiten, die die Lehrenden und die Lernenden beim landeskundlichen Lernen im internetgestürtzten Unterricht bekommen:
1. Bereitstellung von authentischer und aktueller Information (Fakten/Tatsachen/Meinungen) zu allen nur denkbaren thematischen Bereichen.
2. Multimediale Bereitstellung von aktuellen und authentischen Materialien (Texte, Bilder, Radio- und Videosequenzen).
3. Schriftlicher Austausch mit Angehörigen der anderen Kultur (mit Hilfe von E-Mail, Newsgroups, Chatrooms und anderen netzspezifischen Kommunikationsformen) oder mit Kolleginnen und Kollegen über didaktische Fragen.
4. Einfache, schnelle und damit aktuelle Publikation von Unterrichtsmaterialien und/oder Arbeitsergebnissen unterrichtlichen und/oder autonomen Lernens. [6]
Bei der Auswahl landeskundlichen Themen für den (auch internetgestützten) DaF-Unterricht sind folgende Faktoren zu beachten:
1. Lernkontext (d.h. wo der Landeskundeunterricht im DaF stattfindet, ist es kulturell nah vom deutschsprachigen Raum oder nicht.)
2. Unterrichtende
• Ist der Unterrichtende ein muttersprachiger Lehrer, der Angehörigen einer fremden Kultur die eigene Kultur vermitteln möchte?
• Ist der Unterrichtende ein fremdsprachiger Lehrer, der Angehörigen der eigenen Kultur Wissen über die fremde Kultur vermitteln möchte?
3. Lernniveau
4. Zielgruppe
5. Lernende (Darunter sind gemeint Interessen und Vorkenntnisse der Lernenden, ihr Bezug zur Zielsprachenkultur)
6. Institutioneller Rahmen
7. Zweck der Vermittlung der landeskundlichen Inhalte. [1]
Landeskunde gehört zu den schwierigsten Bereichen des Fremdsprachenunterrichts. Das Problem des Deutschunterrichts, abgesehen von der Vermittlung der sprachlichen Strukturen, liegt in der Auseinandersetzung mit der fremden Kultur des Zielsprachenlandes.
Das wichtigste Ziel eines fremdsprachlichen Landeskundeunterrichts ist die „Interkulturelle Kompetenz“, anders die „transnationale Kommunikationsfähigkeit“ genannt. Nach A. Schinschke [7] umfasst die interkulturelle Kompetenz folgende Fähigkeiten:
1. Das Reaktivieren eigenkulturellen Konzepte – sich seiner eigenen Kultur bewusst werden und dabei die fremde Kultur aus der Sicht ihrer Vertreter verstehen.
2. Die Fähigkeit zwischen eigener und fremder Kultur zu vermitteln. (d. h. die Fähigkeit, die Eigenständigkeit der fremden Kultur zu akzeptieren und zu respektieren. wobei man auch mit sich und seiner kulturellen Herkunft identisch bleiben soll.)
3. Die Beherrschung eines bestimmten Kommunikationsverhaltens. (d. h. Die Fähigkeit besitzen, mit den aus verschiedenen Lebenswelten resultierenden Erwartungen und Verhaltensweisen umzugehen und zwischen ihnen kommunikativ vermitteln zu können)
4. Die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme bzw. Empathie. (d.h. „die Fähigkeit und Bereitschaft, die Sicht- und Erlebnisweisen anderer Personen im Interaktionsprozeß zu erfassen”.
Nach Neuner unterscheidet man zwischen Lehrzielen und Lernzielen. „Bei der Formulierung von Lehrzielen für den fremdsprachlichen Landeskundeunterricht sind vor allem Fragen nach der Gestaltung landeskundlichen Wissens (Auswahlkriterien, wie z.B. Kultur-, Realien-, alltagsweltorientierter Art; Repräsentativität; Systematizität und Vollständigkeit der Information) und nach dem Verhältnis der Entwicklung sprachlichen Könnens und landeskundlicher Kenntnisse von grundlegender Bedeutung.“ [8]
Was den Lernzielen angeht, so findet Neuner folgende Aspekte aus der Lernerperspektive wichtig:
1. Wie wird dem Lernenden das Bild, das er für sich selbst von der fremden Welt geschafft hat, bewusst gemacht (Elemente; Perspektive)
2. Wie macht sich der Lernende mit den fremden landeskundlichen Sachverhalten vertraut (Interesse; Verständlichkeit; Lehrbarkeit; an die Eigenerfahrung anknüpfen)
3. Mit welchen Strategien kann der Lernende landeskundliche Sachverhalte selbständig erschließen, wie entwickelt er diese Strategien (prozedurales Wissen) und wie lernt er mit Hilfe dieser Strategien Umgang mit Verstehensbarrieren und –blockaden.
4. Wie macht sich der Lernende bewusst, was für seine fremdsprachliche Kenntnisse und sein Verhalten in der fremdsprachlichen Umgebung an Kontextwissen in Bezug auf fremde Welt wesentlich ist. (Pragmalandeskunde)
5. Wie lernt der Lernende sich in fremde Leute und Situationen hineinversetzen und in sich selbst die Fähigkeit entwickeln die eigene Welt mit fremden Augen zu sehen (Empathie/Rollendistanz).
Bei der Formulierung der Lernziele hat Neuner die sozialpsychologischen Schlüsselqualifikationen berücksichtigt. Diese wurde in den 70er Jahren von der Kritischen Erziehungswissenschaft für die Formulierung ihrer pädagogischen Konzepte benutzt, die davon ausgeht, dass „eine geglückte Persönlichkeitsentwicklung in der jeweils individuellen Identitätsbalance entsteht, die in immer neuen Aushandlungsprozessen zwischen personaler und sozialer Identität je neu ausgeprägt wird, also nie abgeschlossen ist” [8]. Eine besonders wichtige Bedeutung wird folgenden sozialpsychologischen Schlüsselqualifikationen geschenkt:
1. Rollendistanz (d. h. die Fähigkeit, auf seine eigene Position zu verzichten und sie aus der fremden Perspektive zu beobachten.)
2. Empathie (sich in die Position eines anderen Menschen hineinversetzen)
3. Ambiguitätstoleranz (Fähigkeit, widersprüchliche Anforderungen und Erwartungen auszuhalten.)
4. Identitätsbewusstsein und -darstellung (Fähigkeit, die eigene Position zu erkennen und anderen gegenüber darzustellen)
Anhand dieser Schlüsselqualifikationen hat Neuner folgende Lernziele formuliert:
1. Identitätsbewusstsein und Identitätsdarstellung. (Die Lernenden erkennen, dass die eigene Wahrnehmung der Welt von den soziokulturellen Faktoren des eigenen Lebensbereiches geprägt ist.)
2. Rollendistanz. Das heißt Perspektivenwechsel, den Blick von der fremden auf die eigene Welt zu richten und damit die Erkenntnis zu gewinnen, daß das mir Vertraute für andere fremd sein kann.
3. Emphatie, d. h. sich in die Position anderer Menschen hineinzuversetzen, die „Normalität der Fremden“ zu bemerken und zu akzeptieren.
4. Ambiguitätstoleranz: Diese Fähigkeit anzueignen ist sehr wichtig für das interkulturelle Lernen, sie ermöglicht das Fremde nicht als etwas wahrzunehmen, was Angst macht, sondern als etwas, das für die anderen „normal” ist. Das setzt Selbstwahrnehmung (Selbst-Bewußtsein) voraus und verlangt nach der Schaffung von Gelegenheiten, sich der fremden Welt in einem „geschützten” Raum im Rahmen des Unterrichts zu nähern. [8]
Es gibt einige Herangehensweisen, die ermöglichen die Lernziele des fremdsprachlichen lernerzentrierten Landeskundeunterrichts zu bestimmen. Der Lehrer kann selbst auswählen, welche Ziele für seine Zielgruppe relevant sind und diese Entscheidung begründen. Diese Lernziele machen deutlich, dass die Verbindung von Sprachen- und Kulturlernen in einem interkulturellen Deutschsprachenunterricht die Ergänzung und Erweiterung traditioneller Sprachlernziele (wie kommunikative Kompetenz) notwendig macht.

III. Fazit

Vermittlung landeskundlicher Inhalte im fremdsprachlichen DaF-Unterricht ist beim Spracherwerb sehr wichtig. Durch den Einsatz landeskundlicher Materialien im Unterricht wird die Kommunikationsfähigkeit der Lernenden gefördert. Ziel des interkulturellen Landeskundeunterrichts soll nicht ausschließlich die Vermittlung der landeskundlichen Informationen sein, sondern auch die Entwicklung von Fähigkeiten, Strategien und Fertigkeiten im Umgang mit fremden Kulturen und Gesellschaften. Dabei müssen bei der Themenwahl die Interessen und Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt werden.
Der Einsatz vielfältiger Internet-Angebote im landeskundlichen DaF-Unterricht ermöglicht einen aktuellen, handlungsorientierten, kommunikativen, projektorientierten, interkulturellen Unterricht, in dem Sprachenlernen in einen Lernprozess eingebettet ist, in dem Kommunikations- und Informationstechnologien sinnvoll eingesetzt werden. Das Recherchieren im Internet kann als zusätzliches Mittel zur Förderung von unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten gewinnbringend anwenden.

სტატიის გადმოწერა



——————————————————————–

Facebook Twitter Email Linkedin Google